Jeder Isther nächste

Vortrag zum Start des Projekts am Samstag, 20.9.2014 DGH Istha

 

Ausgangspunkt dieser Überlegungen war und ist für mich der Lebenslauf einer in diesem Jahr verstorbenen Isthaerin. Dabei habe ich sie persönlich kaum gekannt. Ein paar kurze Gespräche auf der Strasse, beim Cafe Parrschüre und in der Kirche, wo sie lange als Küsterin tätig war. Sie hat im letzten Teil ihres Lebens etwas geschafft, was mich sehr nachdenklich gemacht hat. Ihr Leben war immer mit Istha verbunden. Von einigen Reisen abgesehen hat sich ihr gesamtes Leben in Istha abgespielt. In ihrer vertrauten Umgebung hat sie sich wohlgefühlt. Doch dann wurde sie durch eine Krankheit mit Krankenhausaufenthalt so schwach, dass sie sich nicht mehr selbst versorgen konnte. Wohl oder übel folgte sie zunächst dem Rat der Ärzte und Pflegenden und zog in ein Alten- und Pflegeheim nach Wolfhagen. Doch sie konnte sich nicht damit abfinden ihren Lebensabend nicht zu Hause in Istha verbringen zu können. Es ging ihr schlecht und dennoch gab sie die Hoffnung nicht auf, eines Tages wieder in ihrem geliebten Zuhause in der vertrauten Umgebung  sein zu können. Schließlich schaffte sie es mit Hilfe einer Pflegekraft ihren Wunsch durchzusetzen und die letzten Monate ihres Lebens in ihrem Haus zu verbringen. Sie hatte einen starken Willen. Im Februar dieses Jahr ist sie gestorben. Ihr Wunsch und die Durchsetzung haben mich sehr beeindruckt. Sie haben mich angeregt darüber nachzudenken, wie wir es in Istha schaffen, dass alle Menschen, die hier leben auch hier ihren Lebensabend verbringen können.

 

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